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Dienstag, 26. Februar 2019

Drahtseilakt

Evolution ist sich Gefahr,
Denn Dummheit wohl nicht ausrottbar.
Begrenzt daneben
Planetenleben
Und Kernkraft janusköpfig gar.

26. Februar 2019

© Karl Hackelbusch

Montag, 4. Dezember 2017

Naturgesetz

Lebewesen mit Bewusstsein
Ersinnen angesichts der Pein
Durch die Evolution
Eine Religion,
Um lebensfähig zu sein.

4. Dezember 2017

© Karl Hackelbusch

Sonntag, 22. Oktober 2017

Melange

Der Mensch fühlt, auch wenn er denkt.
Die Gabe wurde ihm geschenkt.
Gefährlich für ihn daran ist,
Was er gelegentlich vergisst:
Eins wird durchs andere beschränkt.

22. Oktober 2017

© Karl Hackelbusch

Freitag, 4. August 2017

Intelligent Design

Wenn wir mit Gen-Scheren
In der Lage wären,
Uns zu optimieren,
Würden wir verlieren,
Wozu wir gehören.

4. August 2017

© Karl Hackelbusch

Mittwoch, 18. Januar 2017

Die Grenze

Dem Menschen fehlt
Die Intelligenz zu ersinnen,
Was unmöglich ist.

18. Januar 2017

© Karl Hackelbusch

Sonntag, 23. August 2015

Zeit und Glück

Erfüllte Zeit
Ist Ewigkeit.
Zeit, die verrinnt,
Glück mit sich nimmt.

23. August 2015

© Karl Hackelbusch

Montag, 25. Mai 2015

Wahrheit

Es Schwarz und Weiß ist eigen,
Den Gegensatz zu zeigen;
Mischen beide sich zu Grau,
Wird ihr Zustand ungenau.

Dass Erforschung dieser Welt
Eine Wahrheit nur erhellt,
Ist geliebte Illusion.
Endlos viele gibts davon.


25. Mai 2015

© Karl Hackelbusch

Mittwoch, 25. März 2015

Weltformel

Kein Leben ohne Gegensatz,
Selbst Nichts erfordert Sein,
Beweist aus sich der kleine Satz,
Denn er gilt allgemein.

25. März 2015

© Karl Hackelbusch

Sonntag, 8. März 2015

Vom Sinn des Unwissens

Der Urknall ist wie ein Axiom;
Unterstellt als bewiesen schon,
Ist er der Anfang allen Seins,
Denn vor ihm gab es schlichtweg keins.
Wem die Thesen den Schlaf rauben,
Mag das Ganze einfach glauben.

Dem Menschen fehlt die Geisteskraft
Zu klären durch die Wissenschaft,
Ob ein Wille oder Zufall
Uns bescherte diesen Urknall.
Denn Ursachen, die wir sehen,
Konnten vor ihm nicht bestehen.

Am Anfang fehlten Zeit und Raum,
Doch als der Urknall tönte kaum,
Da dehnten sie sich beide aus,
Schufen dem Weltall das Zuhaus.
Bis sich Raum und Zeit verlieren,
Wird es weiter existieren.

Eng begrenzt ist unser Wissen,
Was wir anerkennen müssen.
Seine Vermehrung uns zum Lohn
Beflügelt die Evolution.
Unwissen ist deshalb ein Schatz,
Als Triebkraft hin zum Gegensatz.

Die Dialektik im System
Hilft es von innen zu verstehn,
Lässt aber hinter Antworten
Nichtwissen erneut verorten,
Das uns begleitet weiterhin,
Sonst wär das Leben ohne Sinn.

8. März 2015

© Karl Hackelbusch

Sonntag, 8. Februar 2015

Sinn der Moral

Der Gegensatz ist Lebenstrieb,
Darum ersinnt der Mensch Moral,
Dem die Natur scheint im Prinzip
Lebensfeindlich und brutal.

8. Februar 2015

© Karl Hackelbusch

Sonntag, 18. Januar 2015

Glaube und Wissen

Das Universum dehnt sich aus,
Schafft Himmelskörper ohne Zahl.
Auf einem ist der Mensch zu Haus,
Der überdenkt sein Schicksal.

Soweit ihm dieses ist erklärlich
Folgt gerne er seinem Verstand,
Der scheint ihm andernfalls entbehrlich,
Weil er sich einen Gott erfand.

Das Wesen jeder Religion
Ersetzt Wissen durch den Glauben
Und ihre Strahlkraft endet schon,
Wenn den Trick wir nicht erlauben.

18. Januar 2015

© Karl Hackelbusch

Donnerstag, 28. August 2014

Ohne Ende

Unendlich Zukunft
Und Vergangenheit;
Es schließt die Vernunft
Sie zum Kreis der Zeit.

Zeit besteht ewig,
Unveränderlich;
Logisch ergibt sich,
Sie existiert nicht.

Was gleichzeitig ist
Und kann doch nicht sein,
Den Beweis vermisst.
Geglaubt wird's allein.

28. August 2014

© Karl Hackelbusch

Donnerstag, 1. Mai 2014

Lebensquelle

Unbestritten Wirklichkeit
Sind Liebe, Glaube und die Zeit.
Niemals wird Philosophieren
Uns ihrem Wesen näherführen.
Zwar nicht beweisbar fühlen wir,
Sie sind das Lebenselixier.

1. Mai 2014

© Karl Hackelbusch

Donnerstag, 3. April 2014

Dauerrätsel

Mit all seiner Betriebsamkeit
Verdrängt der Mensch doch nur
Die Fragen nach der Ewigkeit
Und zum Ursprung der Natur.

Es mangelt ihm an Fähigkeit,
Zu folgen ihrer Rätsel Spur
Und mit Einteilung der Zeit
Glaubt er im Grunde an die Uhr.

3. April 2014

© Karl Hackelbusch

Montag, 3. März 2014

Eine Hälfte

Die Chance beträgt fünfzig Prozent,
Dass einen Gott es geben könnt,
Denn gleichviel auch dagegen spricht:
Wahrscheinlichkeit verbiegt sich nicht.

Warum so viele sicher sind,
Dass ihre Wahl tatsächlich stimmt
Und selten die Erkenntnis reicht,
Die Antwort zwingend ist vielleicht,

Liegt wohl in unserer Natur:
Der Mensch vermag durch Glauben nur
Als wahr sich zu erklären,
Wo ihm Beweise nötig wären.

2. März 2014

© Karl Hackelbusch

Sonntag, 15. Dezember 2013

3. Advent

Unter dem Diktat des Wachstums
In Zeiten zwanghaften Konsums
Spüren im Advent
Menschen vehement
Sinnentleerung ihres Brauchtums.

15. Dezember 2013

© Karl Hackelbusch

Donnerstag, 29. August 2013

Selbstbestimmung

Die Reise, die dein Leben nimmt,
Ist nur bedingt von dir bestimmt.
Bei der Geburt zwar bist dabei,
Doch nur zum Tod die Wahl hast frei.
Ja, selbst diese Chance vergeht,
Wenns Schicksal dem entgegensteht.

Neben den sozialen Zwängen,
Die dich zur Entscheidung drängen,
Fehlende Reife oder Demenz
Dir die Lebenszeit begrenzt,
In der dir bleibt Gelegenheit
Für deine Selbstbestimmbarkeit.

27. August 2013

© Karl Hackelbusch

Der Glaube

Die Sprachlichkeit ist eingeschränkt
Beim Ausdruck dessen, was man denkt;
Und der Gedankenhorizont
Umschließt nur, was die Sprache formt.

Der Mensch, trotz aller Phantasie,
Beseitigt die Barriere nie,
Die ihn evolutionsbedingt
In festgefügte Grenzen zwingt,

Und fällt auf seinen Irrtum rein,
Der Glaube wird ihm Hilfe sein.

12. August 2013

© Karl Hackelbusch